Mentor

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Re: Mentor

Beitragvon Prudentius » So 12. Apr 2015, 19:29

Ich kann mir vorstellen, dass jemand das schöne Wort "Mentor" als Nomen agentis aufgefasst hat, statt als einen EIgennamen aus der Odyssee.


Hallo Zytophile,

ich denke, das eine schließt das andere nicht aus; das Suffix -tor ist aber eindeutig, es kommt auch bei Hek-tor (von echein) und Nes-tor vor; Men- hängt zusammen mit mne-me, menos, l. monere, mens, mem-ini.

lgr. P. :)
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Re: Mentor

Beitragvon romane » Mo 13. Apr 2015, 16:56

cultor linguarum antiquarum hat geschrieben:
Christophorus hat geschrieben:
cultor linguarum antiquarum hat geschrieben:Wie wäre es einmal mit einer weiblichen Form zu Schützling? Beispielsweise „Schützlinga“, „Schützlingin“? Klingt freilich grausig, aber das klingt ja der Unfug geschlechter- und sonstallesgerechte Sprache gern.


ich wäre ja für "Schützline"

Klingt gut, könnte man auch als Vornamen einführen.

Dann doch bitte das "geschlechterneutrale" X:
Schützlinx
Die Freiheit ist ein seltsames Wesen - wenn man es gefangen hat, ist es verschwunden

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Re: Mentor

Beitragvon cultor linguarum antiquarum » Mo 13. Apr 2015, 17:41

Au ja!
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Re: Mentor

Beitragvon sinemetu » Di 14. Apr 2015, 08:47

Ein Name mit der Silbe schütz verbietet sich aus gender- und gleichstellungsgründen.

1. Schütz klingt nach Schürze und damit nach KKK
2. steckt in Schütz die idee vom "schwachen"Geschlecht" und der Gedanke, dies könne sich nicht selber verteidigen sei ein zu schützendens Etwas.
Quaestor sum, quaerere quaerique possum ...
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Re: Mentor

Beitragvon Longipes » Di 14. Apr 2015, 12:21

Bei aller berechtigter Kritik an solchen Sprachverirrungen:

Ich würde gerne einmal einen Blick in die Zukunft werfen, sagen wir ins Jahr 2100. Nehmen wir an, China habe sich als wirtschaftliche und geistige Macht durchgesetzt und die deutsche Sprache sei durchsetzt von Sinismen.

Könnte es nicht sein, dass Leute wie wir dann die angeblich schöneren/richtigeren (weil älteren?) Anglizismen der früheren 2000er Jahre diesen Sinismen in der Art vorziehen werden, wie wir es aktuell mit Gallizismen tun? Herr Sick empfahl einmal, das Wort "Lounge" zu meiden und stattdessen "Salon" zu verwenden - damit kann ich persönlich nichts anfangen.

Es gibt Schöpfungen, die sind unerträglich - "Mentee" gehört zweifelsohne dazu -, aber unauffällige Anglizismen wie "es macht Sinn" empfinde ich nicht in gleichem Maße unangenehm. Es würde doch wohl auch niemand von uns auf die Idee kommen, das Deutsche von allem Lateinischen und Griechischen freizumachen. :wink:

Das wahre Problem ist doch vielleicht vielmehr, dass mittlerweile die Wirtschaft, nicht mehr die Literatur und Wissenschaft das Monopol über die Beeinflussung von Sprache zu haben scheint.
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